dju

    Einigkeit ist erforderlich

    Einigkeit ist erforderlich

    Nachrichtenstudio Matthias Schöberl Nachrichtenstudio

    Liebe Kolleginnen, liebe Kollegen,


    danke für die richtigen Signale und eine spannende Debatte über die Aufgaben und Strukturen des Redakteursausschusses im ZDF.


    Die Redakteursversammlung am 19. April ging nach einer langen Diskussion unplanmäßig zu Ende. Vorausgegangen war eine hohe Bereitschaft von Kolleginnen und Kollegen, sich im neuen Redakteursausschuss zu engagieren. Aufgabe dieser Vertretung aller Redakteurinnen und Redakteure ist es, konstruktives Diskussionsforum zu sein. Kritische und mutige Fragen zu stellen, um ein repräsentatives Gremium sein zu können, das diese Themen auch an die Programmentscheider adressiert. Denn der Redakteursausschuss ist die einzige Fachgruppenvertretung, die Mitspracherechte in Programmfragen hat und die Kolleginnen und Kollegen im Zweifelsfalle beistehen kann.


    Dazu muss er größtmögliche Legitimation durch die Redakteurinnen und Redakteure erhalten. Seine Zusammensetzung muss die Meinungsvielfalt spiegeln. Deswegen fordern wir, dass nicht nur möglichst viele den Redakteursausschuss wählen können müssen, sondern auch möglichst alle, die sich engagieren wollen, auf die Liste der Kandidatinnen und Kandidaten kommen. Das Verfahren zur Wahl des Ausschusses sollte allen bekannt und nachvollziehbar sein. Leider kam es aufgrund von Unklarheiten zu keiner Wahl, die diesen Kriterien standhalten würde.


    - Niemand konnte verbindlich die Frage beantworten, wie viele Stimmen bei der Wahl
    abzugeben sind und wie gezählt wird.
    - Anträge, die von Redakteuren gestellt wurden, wurden nicht berücksichtigt
    - Dass die Stimmabgabe außerhalb des Raumes stattfand, machte das Chaos perfekt.

    Gut, dass die Mehrheit der anwesenden Redakteurinnen und Redakteure nach langer, strittiger Diskussion zu einem Konsens kam:
    1. Schnellstmöglich sollen Wahlen stattfinden
    2. Alle engagierten Redakteurskolleginnen und -kollegen sollen mitmachen können
    3. Der Redakteursausschuss braucht eine solide formale Grundlage

    Meinungsvielfalt und Meinungsfreiheit sind nicht nur in der journalistischen Arbeit Voraus-setzungen für hohe Qualität. Im ZDF gibt es viele Themen, die offen und von allen diskutiert werden sollten. Wir sind für Transparenz, Offenheit und gegenseitige Wertschätzung.

    Allerdings: nur gemeinsam sind wir stark. Einigkeit der Redakteurinnen und Redakteure ist dringend erforderlich, um die immer wieder neuen Herausforderungen zu bestehen! Voraussetzung dafür ist der offene Meinungsaustausch. Machen Sie mit.

    Journalismus ist ein Traumberuf - und wir wollen, dass es so bleibt.

    Mahnas Rassapur, Silvia Schmidt-Kahlert, Ingeborg Feilhauer, Matthias Schöberl