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    Und wo bleibt das Positive?

    2. Kreis

    Und wo bleibt das Positive?

    Plakat Tarifrunde 2015 ver.di Glaubwürdigkeit

    Ja, man kann sich darüber aufregen, dass es noch immer Unterschiede zwischen Zweit-Kreislern und Festangestellten gibt. Man kann auch Stimmung machen und Erwartungen wecken. So ist es bei einer Veranstaltung der VRFF am 30. Juni geschehen.

    Man sollte aber stets bedenken, dass alles seine zwei Seiten hat. Auch der Zweite Kreis. Was den Gewerkschaften vor fünf Jahren gemeinsam gelungen ist, wäre heute undenkbar: Arbeitsplatzsicherheit für Freie Mitarbeiter. Regelmäßige Steigerungsstufen. Kinderzuschlag. Arbeitszeit-Schutzvorschriften. Essenszuschuss und anderes mehr. Die behauptete Schlechterstellung der Freien bei den Honoraren ist in dieser Pauschalität übrigens falsch.

    Auf dem Weg zu einer völligen Gleichstellung sind wir noch nicht am Ende – das ist uns klar. Aber es ist mehr als nur ein erster Schritt gelungen. Wir geben uns nicht mit dem Erreichten zufrieden. Aber für die mit dem Zweiten Kreis erreichte Arbeitsplatzsicherheit wären die Freien im Dritten Kreis sicher dankbar. Die Freien in anderen ARD-Anstalten übrigens auch.

    Was wir wollen:

    Ver.di im ZDF begnügt sich deshalb nicht damit, die Solidarität mit den am schlechtesten gestellten Kolleginnen und Kollegen zu bekunden. Wir setzen zwei Schwerpunkte:

    1. Wir wollen etwas zur Verbesserung der Situation im Dritten Kreis tun. Denn die Zusage „Keine betriebsbedingten Kündigungen“ gilt nur für Feste und Zweit-Kreis-Freie. Personaleinsparungen werden auf dem Rücken der Drittkreisler ausgetragen.

    2. In den anstehenden Tarifverhandlungen soll es um Abbau gehen. Das ZDF hat bei zahlreichen Gelegenheiten erklärt, was es diesmal von den Gewerkschaften fordert:
    - Verschlechterungen bei der Versorgung,
    - eine Streckung der Stufensteigerungen für Festangestellte,
    - eine Erhöhung der Arbeitszeit für Festangestellte und anderes mehr… All das wollen wir verhindern!

    In der aktuellen Situation kommt es darauf an, gemeinsam dafür zu kämpfen, das Erreichte zu sichern und allen Abbauforderungen entgegenzutreten. Und es kommt darauf an, die zu schützen, die wenig oder gar keinen Schutz haben.

    Stimmung machen und Erwartungen wecken, die dann nicht erfüllt werden können – darauf kommt es nicht an. Wenn sich die Gewerkschaften in diesem Punkt einig wären, das wäre dann das Positive. Und noch positiver wäre:

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